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In­novation und Fortschritt.


Vom Böttchereibetrieb zum Maschinenbaubetrieb.

Innovation und Fortschritt, so lautet unser Motto. Und damit sind wir Laufe der Zeit zu einem international agierenden Maschinebaubetrieb geworden. Dabei fing alles mal ganz klein an. Aber der Wille etwas eigenes, besonderes zu schaffen, ließ das Unternehmen schnell wachsen.


Alles begann als Sägewerk und Böttchereibetrieb.

HUGO
Begonnen hat alles 1929 mit Hugo Vogelsang (Bild links). Schon bald wurde für seinen Betrieb der Fasswagen­bau zum wichtigsten Standbein. Schnell war Vogelsang einer der bedeutendsten Hersteller für landwirtschaftlich genutzte Fasswagen im norddeutschen Raum. Daneben befasste sich das Unternehmen immer mehr mit maschi­nenbau­technischen Entwicklun­gen, die eigentlich eine Ingeni­eurausbildung erforderten. Ein schönes Beispiel ist die elektromotorisch angetrie­bene Schaukelwaschma­schine. Schon früh stellte der gelernte Böttcher Hugo Vogelsang so unbewusst die Weichen für die Entwick­lung hin zum Maschinenbaubetrieb. Dem entsprechend stu­dierte Hu­gos Sohn Helmut Vogelsang (Bild rechts) Maschinenbau. Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm er 1960 die Firma in eigener Verantwortung. HELMUT1

Als Maschinenbauer konnte er sich an neue Konstruktionen heranwagen. Es wurden Silos und komplette Trocknungsan­lagen ins Produktions­programm aufgenommen. 1965 wurde aus Platzgründen die komplette Fabrikation nach Essen-Sandloh, bis heute Stammsitz der Unternehmens­gruppe, verlegt. Es enstand eine, für damalige Verhältnisse, riesige Halle in Holzbauweise mit 3.600 qm Grundfläche (siehe Bild rechts). VOGELSANG-1970


Erfindung der elastomerbeschichteten Drehkolben­pumpe bestimmt die Entwicklung des Unternehmens.

 

Die aufkommende Vakuumtechnik stellte das Unterneh­men dann vor eine Herausforderung. Sie konnte bei Holzfässern nicht eingesetzt werden. Benötigt wurde eine am Fahrzeug mitführbare Pumptechnik für viskose und mit Fasern & Fremdkörpern belastete Medien, mit der ei­nerseits aus Gru­ben angesaugt, andererseits der Fass­wagen entleert werden konnte. Die Lösung war die elastomerbe­schichtete Drehkolbenpumpe (1970 zum Patent ange­meldet), die die weitere Entwicklung der Firma Vogel­sang entscheidend verän­derte. (Im Bild rechts, eine der frühen Drehkolbenpumpen.)

Es stellte sich nämlich heraus, dass die neue selbstan­saugende Pumpe nicht nur für Fasswagen ge­eignet war, sondern hervorragend auch andere dickflüs­sige Stoffe fördern konnte, bei denen die üblichen Krei­selpumpen versagten. Die Pumpe bestand hauptsächlich aus Stahl, und so wurden Metall­bearbeitungsmaschinen ange­schafft. Da­mals wie heute ist man der Überzeugung, dass zu einer erfolgreichen Entwicklung auch das Ferti­gungs- Know­How gehört. Die Firma wandelte sich zum Maschinenbau­unternehmen.

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1976 starb Helmut Vogelsang. Bis in die Mitte der 80er Jahre wurde das Unternehmen deshalb von einem kauf­männischen und einem technischen Leiter erfolgreich weitergeführt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 50. Die Drehkolbenpumpe wurde weiter entwickelt und neue Produkte wurden entwickelt. Wie zum Beispiel der Dosi­mat Loch-Verteiler bzw. das Schleppschlauchgestänge, das heute Sinnbild für exakte und umweltfreundliche Gülleausbringtechnik ist und immer öfter auch für andere flüssige Düngestoffe verwendet wird. Ab 1985 übernahm die in­zwi­schen wieder verheiratete Witwe Maria Vogel­sang-Verhülsdonk als Geschäftsführerin die Leitung der Firma. Unter ihrer Leitung wurden weitere innovative Projekte in Angriff genommen und erfolgreich durchge­führt.

Auch in den neuen Bundesländern setzte Vogelsang nach der Wende Akzente. Die Herausforderungen im Osten führte zu einer Neuentwicklung, dem RotaCut-Nasszerkleinerer, der sich im Nachhinein zu einem viel­seitig einsetzbaren Zerkleinerungsgerät entwickelt hat. Um näher an dem neuen Kundenkreis zu sein, wurde in Rothenschirmbach bei Halle ein Zweigwerk aufgebaut.

 


Hochmoderne Produktionsanlagen und stürmische Expansion.

 

 Die 90´ziger Jahre waren geprägt von einer stürmischen Ex­pansion, in dessen Verlauf schnell die Zahl von 100 Mit­arbeitern überschritten wurde. Darunter waren viele Aus­zubildende, die in kaufmännischen, technischen und handwerklichen Berufen geschult wurden. Neue Produk­tionshallen wurden errichtet und der Maschinenpark er­weitert. Heute produzieren 190 Mitarbeiter alleine in Es­sen Oldb. auf über 8000 Quadratmetern Hallenfläche mit Hilfe hochmoderner, CNC-gesteuerter Fertigungsma­schinen qualitativ hochwertige Geräte und Anlagen.

Technischer Geschäftsführer ist Hugo Vogelsang – einer der Söhne des verstorbenen Helmut Vogelsang. Nach seinem Maschinenbaustudium an der Technischen Uni­versität Hannover bereichert er seit 1992 mit seinen in­novativen Ideen das Unternehmen, sorgt dafür, daß das Anwendungsspektrum der Vogelsang-Produkte durch Verbesserun­gen in Konstruktion und Fertigung immer mehr erweitert wird.

Auch auf der kaufmännischen Seite hat sich das Unter­nehmen weit entwickelt. So liegt der Exportanteil bei über 50 Prozent mit wachsender Tendenz. Dies ist das Metier von Harald Vogelsang, der seit 1997 den Verkauf leitet. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft an der Uni­versität Münster sammelte er zunächst mehrere Jahre als Marketing-Leiter bei internationalen Konzernen Erfah­run­gen. Danach richtete sich seine Hauptaktivität bei Vo­gel­sang auf die globalen Märkte. So wurde auf seine Ini­ti­a­tive hin die bis heute sehr erfolgreiche Tochtergesell­schaft Vogelsang-USA gegründet. Neben der schon da­mals existierenden Tochter Vogelsang Miljoteknik A/S in Dänemark gehören heute die Vogelsang Ltd. in Großbri­tannien und Vogelsang S.A.R.L. in Frankreich sowie eine Niederlassung in Malaysia zur Unternehmensgruppe. Er­gänzt durch ein weltweites Händlernetz exportiert das Unternehmen in alle europäischen Länder und wichtigen Industrienationen der Welt.

In den Bildern rechts: Die Gebäude des Unternehmens im Wandel der Zeit; von oben nach unten: Bebauung 1991 - 1999 - 2003

VOGELSANG-1991


VOGELSANG-1999

VOGELSANG-2003

 


Produkte für die Industrie machen mittlerweile 50 Prozent aus

 

Aufgrund ihrer guten Eigenschaften eroberte sich die Drehkolbenpumpe schnell weitere Einsatzgebiete. In den 90´zigern wurde dann der pulsationsfrei laufenden HiFlo-Drehkolben zur Serienreife gebracht, der der Drehkol­benpumpe die Tür für viele neue Einsatzbereiche weit öffnete. Heute sind Drehkolbenpumpen von Vogelsang aus der Industrie und der Abwassertechnik nicht mehr wegzudenken. Das Produktprogramm umfasst heute Drehkolbenpumpen mit einem Fördervolumen von bis zu 900 Kubikmeter pro Stunde und Drücken bis zu 16 bar. Es wurde und wird intensiv geforscht und entwickelt, um den technologischen Vorsprung vor den Wettbewerbern weiter auszu­bauen. Dieser technologi­sche Vorsprung ist Grundlage für die Position als Markt­führer für elastomer­beschichtete Drehkolbenpumpen.

Einen Umbruch hat man z.B. bei der Auslegung einge­führt: Durch optimierte, dem Medium angepasste Dreh­zahlauswahl, werden die Investitions- und Ersatzteil­kos­ten reduziert und gleich­zeitig eine längere Standzeit er­reicht.

 


Auch in der Zerkleinerungstechnik geht es kontinu­ierlich weiter.

 

Beim RotaCut stehen heute di­verse Baugrößen und Baufor­men für An­wendun­gen bis 600 Ku­bikmeter pro Stunde zur Verfü­gung. Durch eine vielfältige Aus­wahl an Schneidsieben, Messer­rotoren und Schneid- mes­serfor­men, Motoren mit un­terschiedlichen Drehzahlen und Leistungen ist eine in­dividuelle Ausle­gung für jede Auf­gaben­stellung möglich. Egal ob Land­wirtschaft, Industrie oder Klär­anlage, ob einfa­cher Schutz für nachfol­gende Anlagenteile und Ag­gregate oder feine und defi­nierte Zerkleinerung - alles ist möglich.

Da­bei sind kom­binierte Cut&Pump-Systeme mit ausgeklügelter Steue­rungstech­nik gerade bei anspruchs-vollen Applikationen immer wei­ter auf dem Vormarsch.

Daneben ergänzen die X-Ripper als zweite Produktfami­lie das Angebot in der Zerkleinerungstechnik. Basierend auf der bewährten Drehkolbenpumpe, eignet er sich dank der robusten Bau­weise hervorra­gend für die Zer­kleine­rung grober und spröder Fremdstoffe in Medien. Eine be­sondere Stellung nimmt dabei das Kombiaggregat aus X-Ripper und Drehkolbenpumpe ein, dass dank seiner äu­ßerst kompakten Bauform, gerade bei begrenzten Platz­verhältnissen eine echte Alternative ist.

 


Umweltschutz wird bei Vogelsang groß geschrieben

 

Umweltfreundliche Produkte und Produktionsmethoden stehen für Vogelsang an erster Stelle. Deshalb passen Produkte für Recycling und Entsorgung gut zum Unter­nehmen. Ein solches Produkt ist z.B. die im Hause Vo­gelsang entwickelte Vakuum-Entsorgungstech­nik. Eben-falls basierend auf der bewährten Drehkolben­pumpe wird Sie mehr und mehr in der Bahnwirtschaft, für Schiffe und in der Hafenwirtschaft eingesetzt. Daneben überzeug diese Technik immer öfter auch im Ge­bäude­manage­ment, wie z.B. im Dortmunder Westfalen­stadium. Die Deutsche Bahn und zahlreiche private Bahngesell­schaf­ten vertrauen auf Ihren Bahnhöfen und in Ihren De­pots auf die Vakuum-Entsorgungstech­nik aus dem Hause Vo­gelsang. Und auch im Ausland ist man inzwi­schen auf die Vogelsang Technik aufmerksam geworden. So ist man heimlich still und leise zum Marktführer für auf Dreh­kolbenpumpen basierte Vakuum-Entsorgungs­sys­teme geworden. Werden die Fäkaltanks von Zügen, Schiffen usw. entsorgt, ist häufig Vogelsangtechnik da­bei.

 


Technik für Biogasanlagen entspricht dem Umwelt­verständnis.

 

War das hohe Umweltbewusstsein schon die Triebfeder für die Entwicklung der Schleppschlauchsysteme, so war man natürlich schon frühzeitig im Bereich der Biogasan­lagen dabei. Speziell angepasste Produkte wurden und werden entwickelt. Jüngstes Beispiel ist hier der von der DLG mit einer Sil­berme­daille ausgezeichnete QuickMix, der in einem Ar­beitsgang Koferment und flüssige Phase anmaischt, Grobstoffe zerklei­nert und die entstandene Suspension in den Fermenter fördert. Ein kompaktes Ag­gregat aus Zweiwellen-Schnecken­förderer und Drehkol­benpumpe, „das sicher schon bald auf vielen Biogasan­lagen zur optimalen Gasausbeute beitra­gen wird“, wie Hugo Vogel­sang, technischer Geschäftsführer, überzeugt ist.

 


Maßstäbe setzen ist der Anspruch.

 

Nach 75 Jahren ist Vogelsang dank kontinuierlicher For­schung und Entwicklung führendes Unternehmen in vie­len Bereichen. Maßstäbe setzen, selber entwickeln und nicht einfach nachbauen, so lässt sich die Philosophie der Familie Vo­gelsang beschreiben, die auch auf die Mit­arbeiter über­tragen wird.

So wundert es auch nicht, dass Stillstand nicht in diese Philosophie passt. Kontinuierlich wird an der Verbesse­rung der Produkte, aber auch an komplett neuen Pro­dukten gearbeitet, werden sicher auch in Zukunft innova­tive Ideen und Konzepte im Hause geboren und zu marktrei­fen Produkten entwickelt.